Blogparade: 50plus-Blogger/innen – hilft euch das Schreiben? Wenn ja, wobei?

Maria Al-Mana ruft zur Blogparade auf. Da mach ich doch glatt mit.

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Diese Blogparade wurde von Maria Al-Mana ausgerufen. Hier sind die Regeln:

  1. Schreibt bis bis Freitag, 23. Februar 2018, deadline Punkt 24 Uhr, euren Beitrag.
  2. Verlinkt den Beitrag in den Kommentaren bei Maria Al-Mana, und zwar hier.

Wobei mir das Schreiben hilft

Ich habe sehr früh – so mit zehn, elf Jahren – mit dem klassischen Tagebuch begonnen. Dafür gab es diese wunderbar gebundenen und in seidenartigem Stoff eingewickelten Bücher aus dem Chinaladen. Schnell war mir der Bericht aus meinem Teenieleben langweilig und ich begann, Geschichten aufzuschreiben. Gedankenschnipsel mit Authentizität, aber auch gehörig Fiktion. Die Bücher waren gespickt mit Zeichnungen oder Erinnerungsschnipseln wie Eintrittskarten etc.

Diese Tagebücher trug ich bis zu meinem 35. Lebensjahr mit mir rum. Sie zogen von einer Wohnung in die nächste und dann wurden sie von meinem Lebensabschnittspartner gefunden und ungefragt gelesen. Und er hielt alles für die Wahrheit! Was für eine Katastrophe. Ich vernichtete die Bücher, ebenso wie die mittlerweile auf den PC umgezogenen Diary-Dateien. Schade, eigentlich, denn es waren auch viele gute Textfragmente dabei, z. B. über meine erste Zeit in der neuen Heimat. Naja, nun habe ich sie nicht mehr und ich habe eines gelernt: wenn du etwas für dich behalten willst, behalte es in deinem Kopf.

Aber zurück zu Entwicklung: Zu Schulzeiten tippte ich meine eigene Skripte auf der Schreibmaschine, später auf dem PC (ich stieg mit einem C128 ein – für Insider 😉 ). Das Schreiben zu Fiktion, Reflexion und Sachthemen gehörte einfach zu meinem Leben.

Es folgten wissenschaftliche Aufsätze, journalistische Beiträge, und Monographien zu Sachthemen und natürlich auch Blogs. Den ersten setzte ich 2005 mit WordPress auf und es war ein reines Spaßprojekt. Zu dieser Zeit hatte ich bereits zehn Jahre Websites und erste Vorläufer von Online-Kursen sprachlich gestaltet.

Kurzum, bei mir hat das Schreiben viele Gründe und Effekte:

  1. Wenn ich mit einem Thema durch bin und es nicht noch einmal erklären möchte, verfasse ich ein umfangreiches Skript, ein Sachbuch oder entsprechendes Selbstlernmaterial. Ich bin dann auch durch mit dem Thema und möchte es nicht noch einmal erklären. Für Autoren eine blöde Basis, da mich die Folgevermarktung nicht sonderlich interessiert. Allein der Wissenstand wird anderen zugänglich gemacht.
  2. In Erfolgsbüchern oder im Journaling reflektiere ich meine Veränderungsprozesse für mich selbst. Diese sind nicht öffentlich und sollten es auch nicht werden.
  3. In diesem Blog reflektiere ich öffentlich über meine LETHI und andere Umstände des ganz normalen Lebens.
  4. In meinem beruflichen Blog geht es wieder um Sachthemen. Häufig auch hier wie bei der Nummer eins dieser Liste um Antworten auf häufig gestellte Fragen oder um Reflexionen zu »neuen« Methoden und Techniken auf meinem Arbeitsgebiet.
  5. Im Ideenbuch halte ich all die Gedankenschnipsel fest, aus welchen sich eventuell auch noch wunderbare Projekte gestalten lassen. Ob diese monetarisierbar sind oder nicht, entscheidet nicht über den Eingang in das Buch.
  6. Hier und da beteilige ich mich auch an lyrischen Projekten, immer dann, wenn mir ein Text aus der Feder rauscht.

Tja, wenn ich es so betrachte, gibt es zwei Gründe:

  • die Reflexion und
  • die Wissens- bzw. Gedankenablage.

Manchmal, wenn ich in alte Beiträge oder Dateien schaue, staune ich, weil sich die Gedankenwelt gar nicht so krass geändert hat und ich auch mit 50+ zu meinen Worten aus den 1990ern stehe.

Wie hältst du es mit dem Schreiben?

Liebe Grüße,
die Chaostante.

2 Kommentare zu „Blogparade: 50plus-Blogger/innen – hilft euch das Schreiben? Wenn ja, wobei?“

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