Mir fehlen Worte und auch Emotionen

Heute erhielt ich die Nachricht, dass ein freiberuflicher Mitstreiter nach kurzer Krankheit den Regenbogen durchschritten hat. Was es mit mir macht, liest du hier.

Wieder einmal heißt es: So schnell kann es gehen. Nein, es ist nicht dieser Mensch. Es ist ein anderer. Noch Anfang Mai sprachen wir, weil er als Freiberufler Aufträge abzugeben hatte. Den Grund erfuhr ich damals (also quasi gestern) nicht. Vor zehn Tagen dann ein Posting »schmerzerfüllt im Krankenhaus XY«. Wie es so in sozialen Medien ist, wünscht man schnelle Genesung und dann … zehn Tage später diese Nachricht. Weiterlesen „Mir fehlen Worte und auch Emotionen“

Trockener Frühling

Seit neun Wochen hat es so gut wie gar nicht geregnet. Mittlerweile schaffe ich literweise Wasser an die mir lieben Pflanzen. Ist das normal? Normal ist jedenfalls nicht, was mich nicht antreibt.

Seit Mitte April haben wir hier im Rheinland südeuropäische Temperaturen.  Ich laufe in Mini ohne Strümpfe oder Strumpfhosen oder in Shorts herum und nachts ist auch nicht wirklich kälter als draußen 😉 Ist das bei dir auch so? Weiterlesen „Trockener Frühling“

Und plötzlich bin ich wieder drin

Es fällt mir nicht leicht, mir selbst einzugestehen, dass da mal wieder eine kleine Depri-Episode so vor sich hin arbeitet. Aber lest selbst.

Dieses Jahr war so energetisch und klasse bis … Anfang November. Seitdem schleichen sich die Starren ein. Ich gestehe mir selbst ein: da steckst du mal wieder drin. Auch, wenn Ursachenforschung nichts bringt, so geht es mir in diesem Blog auch darum, es möglichst vorzeitig selbst zu erkennen.

Woran ich meine »Starren« erkenne

Ja, wie gesagt schon am Stillstand. Technisch hätten einige Baustellen um Auto und Haus geschlossen werden müssen (schlappes 5-stelliges Budget). Ich machte nichts und ließ auch nichts machen. Das ist auch kein Wunder, denn zum Jahreswechsel wird das Geld knapp. So viel wird im Januar fällig. Also: Füße still halten und auf Frühling hoffen, denn die dunklen Nachmittage setzen mir energetisch wirklich zu: ich könnte um 17 Uhr ins Bett und um 22 Uhr wieder aufstehen, denn dann ist draußen wieder etwas heller. Auch wenn ich zwei Tageslichtleuchten mit 10 000 Lux im Einsatz habe … das Tageslicht ist für mich Mangelware.
Ich beobachte, dass ich viel zu wenig esse, ständig leichten Hunger verspüre, diesen aber auch nicht stillen will. Verrückt, was? Das wünschen sich so viele Menschen und reißen sich mit dem Konsum auf Weihnachtsmärkten und Weihnachtsfeiern ständig zusammen.
Körperlich geht es mir zurzeit blendend. Spätestens das hätte mich schon stutzig machen müssen. Denn irgendwie gehört es dazu: habe ich hier und da kleine Wehwehlein geht es mir seelisch gut; ist körperlich alles in Ordnung, kommt der nächste Hammer woanders her.

Und was passiert in so einer »Starre«?

Ich bin ein wenig autistisch und mag nur wenige, besondere Menschen um mich haben. Generell brauche ich viel Zeit mit mir selbst – auch bei der Arbeit. Gequassel und Meetings sind wahre Kraftanstrengungen.

Mein Oberbauch befindet sich in einem leichten Dauerkrampf, weshalb allabendlich auch der Einsatz der Shakimatte notwendig ist. Tiefes Durchatmen ist wichtig, aber leider nicht befreiend; ich habe den Eindruck, dass jeder Muskel im Körper unter einer Mini-Anspannung steht, wie unter Strom, quasi 😉

Geräusche von betreuten Personen (ich berichtete schon, dass ich mich um meine Mom kümmere, die auch auf Hilfe angewiesen ist, aber leider meine Privatsphäre nicht respektiert) sind ein wahrer Kraftakt.* Kann man mich einfach nicht in Ruhe lassen? Meine Verkrampfungen sind kein Wunder, da mich meine Mom dauernd nervt. Ich unterdrücke das Bedürfnis, mal laut oder rabiat zu werden und übe mich in tiefer Atmung, während ich ihr eisiges Schweigen und das absolute Minimum an Kommunikation entgegen bringe.
Am liebsten flüchte ich zu Menschen, mit denen es mir gut geht. Das ist aber auch nur etwas für wenige Freizeitstunden … zurück zu Hause sind die Krämpfe wieder da.

Wen ich meide, das sind Menschen, die mich gefühlsmäßig verwirren, weil ich spüre, dass sie etwas vortäuschen oder noch schlimmer, mich »lenken« wollen. Das geht gar nicht. Solche Begegnungen sind ein Abwärtsbeschleuniger. Naja, wie man so schön sagt: keine großen Veränderungen in einer Episode, vor allem aber nichts fundamental in Frage stellen. Da ist was dran. Daher mag ich gar keine Diskussionen über Lebensentwürfe oder »wo soll es hin gehen«? Ich bin froh, wenn ich den Tag irgendwie überlebe und am nächsten morgen noch erwache.

Was machst Du jetzt, um da raus zu kommen?

Ich werde das tun, was in der Vergangenheit auch gut klappte: noch länger arbeiten (wobei ich nicht produktiver bin, denn es kostet ungemein Kraft und Konzentration, um wenigstens halbwegs auf dem Level zu bleiben), auf regelmäßig Frischluft, Vitaminversorgung und vor allem Meditation achten. Mir Gedanken darüber zu machen, was ich alles vor allem umsatztechnisch »aufholen« muss, wenn es wieder besser geht, das mache ich nicht mehr; denn dann wären meine Gedanken wirklich trübe. Das hat mich in den ersten beiden Episoden auch richtig nach unten gezogen, denn jeder Tag ohne Umsatz tut dreifach weh:

  1. kein Geld auf dem Konto,
  2. laufen die Kosten weiter und
  3. fehlt Dir künftig der Umsatz wegen unterlassener Akquise.

Daher kam für mich auch anfänglich keine stationäre Therapie in Frage, denn die hätte

4. noch zusätzlich gekostet (und wenn es nur Zusatzleistung, Fahrkosten und persönlicher Tagesbedarf sind).

Tja, liebe Leute, und auch ich bin kein Eigentümer einer Geldpresse oder habe ein Goldbad á la Dagobert Duck im Keller 🙂
Man überlebt es auch als Solopreneur – ohne fremde Hilfen oder finanzielle Auffangstationen.

Ich hoffe, dass es so um Mitte Januar deutlich besser geht oder sich dann zwangsläufig auch Klarheit bei meinen finanziellen Baustellen ergibt.

Tja, und wenn Du Donnerstag überlebst, ist FreUtag,
die Chaostante.
*Hatte ich schon erwähnt, dass es sehr erbaulich ist, wenn sich eine knapp 80-Jährige Blinde ungebeten vor Deinen Schreibtisch setzt und unablässig  »ich will sterben« vor sich hin murmelt, und wenn du sie drauf ansprichst, grinst sie, weil sie Aufmerksamkeit erfährt. Zum Kotzen! Ich erzähle mal demnächst ein paar Anekdoten aus dem Mehrgenerationenhaus ohne innere Grenzen 

LETHi-Faktor

LETHi-Faktor 1 (super) – 10 (OMG): 4+
Tja, so schnell kann es gehen … ich denke ich erreiche kurzfristig noch die 5 bis es wieder aufwärts geht.

Zeit ist relativ

… heilt aber nicht alle Wunden. Es sind die Be- und Entschleunigungen, welche diese Existenz so einzigartig erscheinen lassen.

Melde: Vollzug. 🙂 Noch vor meinem Kurztrip nach Südeuropa Ende September hatte ich es doch tatsächlich geschafft, Buchhaltung und Steuererklärungen für drei Jahre anzufertigen — es bildete sich doch glattweg ein Überbein an der Mouse-Hand —, das Ganze einzutüten und beim Finanzamt abzugeben. Also rund zwei Monate, nachdem dies auch Not tat (lies hier). Im Zuge dessen schaffte ich es sogar, alle schon längst stellbaren Rechnungen zu schreiben. Weiterlesen „Zeit ist relativ“

Wenn ich aufräume, geht es mir gut

Immer, wenn es mir gut geht, räume ich auf – nicht umgekehrt.

Der erste Arbeitstag im Oktober 2017. Ich starte voll durch. Neben der Aufgabenliste fällt mein Blick in den Schrank für Büromaterial und ich beschließe: entmisten. OMG, was man nicht alles hortet und die Digitalisierung es schon längst überholt hat. Weiterlesen „Wenn ich aufräume, geht es mir gut“

Der nächste Hammer. Naja, selbst schuld

Kaum, dass es mir gut geht, schlägt die Finanzbehörde zu, mit einer Schätzung. In zwei Tagen hätte sie die versäumten Erklärungen erhalten – ganz ohne Druck, denn aus der Branche kommend kenne ich die Allerletztermine.

Hast Du Freitag überlebt ist Samstag. N’abend. Und dann schlummert unangenehme Post im Fach. Übrigens vom angeblichen Zustellungsdatum drei Tage zurück datiert … sowas. Weiterlesen „Der nächste Hammer. Naja, selbst schuld“

Donnerstag.

Der Name ist Programm. Wo hat es heute gedonnert? Lies es hier.

„und wenn du Mittwoch überlebst ist Donnerstag.“ Jo. Haben wir. 🙂
Tja, und was war da so? –> Oh mannomann … soviel Produktivität … und leider auch die Erkenntnis – wieder einmal – ich bin schon längst aus der Talsohle (oder doch nicht?). Schön, aber erschreckend, dass ich es selbst nicht merke. Weiterlesen „Donnerstag.“

Kann nicht immer Juni/Juli sein?

Wie Milan Kunderas „die unterträgliche Leichtigkeit des Seins“ … so ist der Sommer – für mich.

Heute war es moderat 10°C kühler als gestern, aber noch reichlich sommerlich. Sommer ist meine Zeit. Du musst Dich nicht einhüllen in tausende Textilien, hast keine Temperaturwechsel von drinnen nach draußen und vor allem – der aktuellen Wetterlage sei Dank – scheint täglich die Sonne. Weiterlesen „Kann nicht immer Juni/Juli sein?“

Schon wieder eine Umsetzungshemmung

Seit fünf (!!!) Wochen sollte ich Rechnungen schreiben … und mache es nicht. In der Selbständigkeit äußerst fatal. Schließlich heiße ich nicht Dagobert Duck und nehme allabendlich ein Goldbad.

Seit fünf (!!!) Wochen sollte ich Rechnungen schreiben … und mache es nicht. In der Selbständigkeit äußerst fatal. Schließlich heiße ich nicht Dagobert Duck und nehme allabendlich ein Goldbad. Weiterlesen „Schon wieder eine Umsetzungshemmung“

Fuhrpark: 4 Jahre ohne ernsthafte Wartung

Lähmung an allen fronten. Im Grunde genommen lebensgefährlich, denn nichts konnte ich warten lassen, aus zwei Gründen …

Tja, irgendwie waren die Fahrzeuge schon zwei mal über den TÜV, aber leider habe ich dazwischen immer andere Sorgen gehabt, als es dem Fuhrpark wartungsmäßig gut gehen zu lassen. So verwundert es nicht, dass längst überfällige Arbeiten zu machen sind. Das habe ich heute in Angriff genommen. Es fühlt sich großartig an 🙂 Weiterlesen „Fuhrpark: 4 Jahre ohne ernsthafte Wartung“