Repost: Ernährungsumstellung zu saisonal, regional & frisch

aufgrund eines kleinen Schlagabtauschs in der MM-Community auf Facebook einige Klarstellungen in Sache gesunde Ernährung.

Hallo, liebe Lesenden,

aufgrund eines kleinen Schlagabtauschs in der MM-Community auf Facebook (https://www.facebook.com/groups/179507318864821/) einige Klarstellungen:

1) Frisch vom Feld vor feldfrisch-TK, Dose oder Glas oder Lagerung

Bereits durch meine Großeltern habe ich gelernt, das feldfrisch immer besser ist als Konserve, und, dass selbst verarbeitet besser ist als aus der Fabrik. Daher zähle ich Sonderpunkte nur dann, wenn ich die Dinge aus frischem Obst und Gemüse zubereitet habe bzw. es sich um feldfrisch tiefgofrenes Gemüse handelt (komplett ohne Zusätze). Letzteres ist schon eine Second-best-Lösung, denn natürlich gehen auch bei diesem Verfahren Inhaltsstoffe verloren. In Sachen Verarbeitung, wobei auch die Konservierung in Dosen und Gläsern zählt, verweise ich auf die Lebensmittelinformationsverordnung (https://www.bll.de/de/lebensmittel/kennzeichnung/lebensmittelinformationsverordnung). Demnach sind Zutaten mit einem Gesamtgewichtsanteil unter 5% nicht kennzeichnungspflichtig. Du weißt also nicht, ob deinen Kirschen im Glas 4,99% Zucker oder etwas anderes beigesetzt sind.

Mir die Zugehörigkeit zu einer nicht näher definierten »Ernährungssekte« unterschieben zu wollen, ist einfach frech.

Ich sage/schreibe stets, dass natürlich feldfrisch die beste Lösung ist. Im Ernst: wer glaubt, dass eine eingekochte Kirsche dieselben Vitalstoffkonzentrationen enthält wie eine frisch gepflückte?

Ich rechne keine SP für eingekochte Konserven (Glas/Dose), nur für feldfrisch TK (da darf dann nichts anderes dran sein laut Gesetz und die Methode ist auch als vitaminschonend verifiziert). Was du als SP zählst, ist dein Ding. Ich werfe nur die Frage auf, was es mit frischem Obst und Gemüse zu tun hat.

2) Bio, regional und saisonal

Zugegeben, dies ist auch politisch motiviert. Denn wenn ich an Transportwege, Arbeitsbedingungen und zulässige Düngemittel denke (von genmanipulierten Pflanzen mal abgesehen), ist der kurze Transportweg, wenig Lagerzeit mit Sicherheit einem mit Umweltbelastung verbundenen langen Transportweg vorzuziehen. Bio muss nicht überall sein, zumindest aber dort, wo die Schalen dünn sind und Pflanzenschutzmittel etc. weit in das Obst oder das Gemüse eindringen können. Besser wäre etwas aus Terra-Preta- oder Permakultur, beispielsweise aus der Solidarischen Landwirtschaft, denn hierdurch enthalten die Böden mehr Nährstoffe als in der Monokultur und besser für Vögel, Bienen, Würmer und dergleichen ist es auch noch. Wenn es dann noch alte Sorten wären, hätte man auch den diversen Allergenen in Sachen Histamin ein Schnippchen geschlagen.
Übrigens kann man auch im Februar frisch in Deutschland ernten (siehe Bild, Quelle: https://bit.ly/2Vd5U1M), sogar in meinem Garten. Hier wachsen beispielsweise ernetreif Grünkohl, Rosenkohl, Salatrauke, Feldsalat, Porree, Frühlingszwiebel sowie auf der Küchenfensterbank: diverse Keimlinge, Kresse und weitere Kräuter.
Politisch motiviert ist auch der Blick auf nachhaltige Produktion, nach welcher sich Palmöl generell verbietet, denn für jede Ölpalme muss Regenwald vernichtet werden. Aber dies ist natürlich mit dem eigenen Gewissen zu vereinbaren.

3) Das Tier in mir, in dir, in der Nahrung

Nach langem Hin und her zwischen vegetarisch und vegan bin ich wieder bei tierfrei angelangt, auch wenn ich beim Nachbarn frische Eier erwerben könnten und das noch von Hühnern, die nahezu täglich meinen Garten besuchen und von mir mitgefüttert werden (am liebsten durchwühlen sie aber Komposthaufen).
Wer sich den Film „die Grüne Lüge“ anschaut, wird vielleicht auf weitere Motivation stoßen, Tier- , Menschen- und Umweltleid so gut zu vermeiden wie es eben geht,

4) Wissenschaftlich fundiert

Ich befasse mich seit 30 Jahren mit Ernährung, nicht hauptberuflich, aber als Wissenschaftler habe ich gelernt, Studien zu lesen (und auch zu konzipieren, durchzuführen und zu hinterfragen). Ich mache mir nun nicht die Mühe, all mein Wissen hier kostenfrei mit allen Belegen (wissenschaftliche Studien und Sekundärquellen) zur Verfügung zu stellen. Als Freiberufler ist mir mein Wissen etwas wert. Mein Auto wird ja auch nicht kostenfrei repariert, bloß weil der Mechaniker seinen Beruf beherrscht.

Ich habe Verständnis dafür, dass Gründe gesucht werden, um vielleicht noch Fertiggerichte als verdammt gesund einzuordnen und natürlich findet sich auch ein Grund, einen Brotaufstrich aus Palmöl, Zucker und Schokolade für irgendetwas geeignet zu finden. Doch tief im inneren weiß jeder: frisch vom Feld ist das das Gesündeste.
Probiere einfach, mal so 30-40% der Punkte aus wirklich frischem Obst und Gemüse zu genießen. Es tut überhaupt nicht weh, ist nicht teurer, zeitaufwendiger oder unpraktischer. Dies sind Bullshit-Argumente, die auch wichtig sind; zeigen sie doch an, dass man sich in einem Prozess der Ernährungsumstellung befindet, und zwar relativ am Anfang.

Ich wünsche mir einen wertschätzenden Austausch ohne plumpe Anschuldigungen und vielleicht auch mit den drei Sieben des Sokrates: das der Wahrheit, das der Klarheit und das der Notwendigkeit.
PS.: Und ich wünsche natürlich allen viel Erfolg mit MM. Es funktioniert.

Und wenn du Januar-Vollmond überlebst, ist Samstag,
die Chaostante.

ITIS, OSE, OTIS & ISMEN

Da ich soeben über ISMEN diskutiert habe …  poste ich meine Gedanken mal hier 😉

Da ich soeben über ISMEN diskutiert habe …  poste ich meine Gedanken mal hier 😉

ITIS, OSE und OTIS

Wusstet ihr, dass eine -itis immer entzündlich, eine -ose nicht entzündlich degenerativ oder parasitär und eine -osis ein irreparabler Endzustand in der Schulmedizin ist?
Das habe ich vor vielen Jahren mal einem Arzt gesagt. Der stutzte und war baff. Wahrscheinlich wäre er besser durch sein Studium gekommen mit diesen Eselsbrücken 😃

ISMEN

Um das Rätsel zu lösen: ISMEN haben immer ein bestimmtes Menschenbild zum Gegenstand. Kein ISMUS kommt ohne Menschenbild aus 😉 Das macht jeden ISMUS gefährlich, denn der Mensch muss ja zum Menschenbild erzogen werden…. von wem? Ah ja, von den Begründern des ISMUS, auch wenn dieser Libertar- oder Anarch- in der Vorsilbe hat. Immer diese Pyramiden … 😜

#Anachrismus #Libertarismus #Kapitalismus #Kommunismus #Sozialismus #Liberalismus

Hach, und wenn du Mittwoch überlebst, ist Donnerstag,
die Chaostante.

Wie sich der Nordmann verhält

Einige Verhaltensgrundsätze, die auch in das dritte Jahrtausend passen.

Ich lade dich ein, über diese Zeilen nachzudenken. Sie stammen nicht von mir. Serendipity sei dank fand ich sie auf youtube. Weiterlesen „Wie sich der Nordmann verhält“

New Work für die Gesellschaft

Nicht nur das Arbeiten sollten wir im Zuge der Vierpunktnull-Zeit überdenken, sondern auch das Gesellschaftliche, meint Lars Vollmer.

Viele reden darüber: anders arbeiten, sozusagen neu arbeiten. Wie wäre es, wenn wir darüber in der gesamten Gesellschaft nachdenken?

Lars Vollmer mit einem inspirierenden Vortrag:

Über meine Heimat

Nach der Familie ist der schlimmste Verlust der der Heimat. So fühle ich mich.

Es fallt mir schwer, über meine Heimat zu schreiben, denn ich muss dabei daran denken, dass diese endgültig weg ist. Verloren. Ich frage mich, wie dies alles geschehen war. Waren wir Menschen in meiner Heimat Spielball geopolitischer Interessen? Und wenn ja, warum?

Es hilft nichts. Heute ist die Heimat weg. Aber ich nehme dich mit auf eine kleine Reise in meine Heimat.

Kinder können Kinder sein

Als Kinder liefen wir eher mit als dass sich irgendwer wirklich Gedanken um uns machte. Wir kamen von der Schule nach Hause, manche waren Schlüsselkind und bereiteten sich Haferflocken oder Nudeln mit Ketchup, andere aßen bei Verwandten und die nächsten meistens nicht allein bei Mama. Es spielte keine Rolle, was mann wann genau machte. Man war irgendwie versorgt. Und Raum für ganz persönliche Erfahrungen gab es allemal.

Bei Sonnenuntergang ging es nach Hause und meist auch in die Wanne, da die Erfahrungen in der Natur viel Dreck mit sich brachten. Frisch gebadet gab es 30 Minuten Kinderprogramm im Television und dann ging es ins Bett, ins elterliche Schlafzimmer. Es gab keine Kinderzimmer. Mit der Taschenlampe verfolgten wir die Geschichten in Büchern oder malten etwas.

Ich teilte mir mein Bett mit meinen Lieblingstieren von Steiff & Co.: ein Hund, eine Katze, ein Bär in blauen Cordlatzhosen und ein Schaf, das einst so groß war wie ich selbst. Ich bettete die Tiere auf der oberen Hälfte meines Bettes, deckte sie mit der Bettdecke zu und rollte mich unter das Kopfkissen am unteren oder anderen Ende. »Morgen wird es wieder spannend« war der letzte Gedanke vor dem unglaublichen Aufstieg in die Traumwelt. Dort lebten all meine Bettgenossen wirklich und sie sprachen mit mir.

Jeder Tag war ein Abenteuer – Gefahren gab es nicht
– und wir hatten so viel Freiheit. …

Jetzt werde ich aber erwachsen!

Dann kam die Zeit, dass wir Freiräume suchten, Jungens wie Mädchen und auch einige, die wir „es“ nannten, wenn es um das Geschlecht ging. Ja, LGBT gab es schon damals.

Es war normal, dass jemand nicht normal ist, denn über Normalität verschwendeten wir Individuen keinen Gedanken.

Mit dem Bus ging es zur Party, quer durch die Stadt, allein, auch abends. 22 oder 23 Uhr zu Hause sein. Wow! Das fühlte sich wie „erwachsen“ an. Es gab nichts, worauf man achten musste – außer Menschen in Not, denen man sofort half.

Ich wünschte mir so sehr, alleine zu wohnen, ohne meine Familie. Ich konnte es kaum erwarten, meinen eigenen Weg zu gehen, „erwachsen“ zu sein.

Eintritt in das »System«

Mit der ersten Gehaltsabrechnung schwante mir, dass ich mehr als die Hälfte abgeben muss. Dann folgten Entscheidungen der Politiker. Jahr um Jahr wurde mein Jahrgang (und auch andere) darum beraubt, was für die Älteren noch selbstverständlich war.

Es ging nicht darum, den eigenen Weg zu machen. Es ging darum, auf immer mehr zu verzichten, was für die Generationen zuvor selbstverständlich war. Und dann begriff ich:

Dieses Land, meine Heimat, wurde feindlich übernommen!

Perfide, mit allerlei Gesetzen, aufgeschwatzten Zwangsverträgen und einer Flutung durch andere Menschen war meine Heimat getötet worden.

Meine Heimat war zerstört, ohne dass ein Krieg mit Waffen geführt wurde.

Meine Heimat starb, während viele Menschen sich fassungslos fragten, was die Ursache war.

Meine Heimat war ein Land, in welchem (Meinungs-)Freiheit, Individualität und Miteinander groß geschrieben wurden. All das habe ich verloren, in meiner Heimat.

Was kannst du jetzt tun?

Erwache und erkenne das Spiel. Übe dich nicht in Wut und Ärger, sondern in dem, wie wie wir in dieser Heimat Jahrhunderte gelebt haben, in Freiheit, Individualität und Miteinander ❤

Und wenn du Dienstag überlebst, ist Mittwoch,
die Chaostante.

LETHi-Faktor

LETHi-Faktor 1 (super) – 10 (OMG): 1-
Ein paar körperliche Zipperlein erinnern mich da die Reproduktionsfehler meiner Zellen, Das ist normal und nennt sich Altern. Und die Zipperlein sind morgen passé ❤

Hänger über Hänger

Neues in Sachen meiner Depression. Es ist interessant, die Episoden zu beobachten.

Es war im Februar diesen Jahres, dass ich Stück für Stück mal wieder abgleitete. Im Mai puhlte ich mich wieder heraus. Wie es mir erging, liest du hier. Weiterlesen „Hänger über Hänger“

Historische Steuern

Da gab es doch den Zehnten, aber in Zeiten unserer ach so freien Gesellschaft ist der staatliche Raubzug auf die Einkommen und das Vermögen der Bürger bestimmt kleiner, oder?!?

Besteuerung ist ein Tributum (lat.). Sie werden auferlegt vom Imperium (lat.). Dieser Ausflug in die lateinische Sprache mag schon genügen, um zu verstehen, was Steuern sind: Raub. Denn Steuern werden unter Androhung von Gewalt beigetrieben. Weiterlesen „Historische Steuern“